Sie fragen:
Warum welken die Knospen
des Apfelbaums?
Welche Raupen fressen den Birnbaum
kahl?
Woher kommen die Flecken auf den Birnenblättern?
Weshalb faulen die Kirschen?
Woher kommen die Gespinste?
Weshalb kräuseln sich die Pfirsichblätter?
Warum werden die Zwetschgen
so flach?
Wie werden Obstbäume geschnitten?
Weshalb sind manche Obstbäume weiß gestrichen?
Wann werden Obstgehölze gepflanzt?
Das Gartenforum antwortet:
Warum welken die Knospen des Apfelbaums?
An Apfel-, aber auch an Birnbäumen und
Quitten schädigt der Apfelblütenstecher
die Blütenknospen. Der Käfer, der gerne in
der Baumrinde überwintert, beginnt bei
günstigen Temperaturen etwa ab Februar mit
seinem üblen Werk. Die Schadinsekten bohren
mit ihrem Rüssel die Blütenknospen an und
fressen sie auf. Später legen die Weibchen
ihre Eier in die aufgebrochenen Knospen.
Daraufhin fressen die geschlüpften Larven
Staubbeutel, Stempel und auch die
Blütenblätter. Vorbeugend hilft gute
Rindenpflege, damit der Käfer keinen
Unterschlupf findet. Trockene Knospen
entfernen. Wellpappegürtel als Fallen um
die Bäume legen und am frühen Morgen
Schädlinge daraus ablesen.
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Welche Raupen fressen den Birnbaum kahl?
Die Raupen des Kleinen Frostspanners
sorgen im Frühjahr nicht nur an Birnen,
sondern an nahezu allen Obst- und
Ziergehölzen für große Schäden. Die
Tiere fressen Blätter, Blüten und Früchte
ab. Das flugunfähige Spannerweibchen kann
man durch leimbeschichtete Fanggürtel
(Fachhandel) am Emporkriechen des Stammes
abhalten. Ansonsten hilft gegen Eier bzw.
Larven eine Austriebsspritzung mit Weißöl
kurz nachdem die Knospen aufgebrochen sind.
Gegen die Raupen hat sich Spritzen mit
Pyrethrumpräparaten bewährt.
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Woher kommen die Flecken auf den
Birnenblättern?
Auf den Blattunterseiten sieht man
zusätzlich rötliche Pusteln, die ein
Gittermuster zeigen. Das sind deutliche
Zeichen dafür, daß der Birnbaum vom
Gitterrost, einer Pilzkrankheit, befallen
ist. Mit Sicherheit stehen in ziemlicher
Nähe der erkrankten Birne Wacholderbäume.
Sie sind nämlich im Winter Wirtspflanzen
des Pilzes. Nach Möglichkeit sollten die
Wacholderbäume abgeholzt werden.
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Weshalb faulen die Kirschen?
Hier sind die gefräßigen Larven der
Kirschfruchtfliege am Werk. Vorbeugend hilft
eine möglichst frühzeitige Ernte. Alle zu
Boden gefallenen Früchte aufsammeln und
vernichten. Außerdem hilft bei kleineren
Bäumen das Spritzen mit Wermut-Tee.
Ansonsten: Wenn die Kirschen anfangen, sich
gelblich zu färben, sollte man klebrige
Gelbtafeln in den Bäumen aufhängen. Farbe
und Köderduftstoffe locken die Fliegen an,
sie bleiben auf den Tafeln kleben.
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Woher kommen die Gespinste?
Oft sind ganze Äste mit den Gespinsten
der Gespinstmotte überzogen. Im Schutz
dieser Gewebe fressen die Raupen der
Gespinstmotte zunächst an den jungen
Knospen, aber dann auch an den Blättern.
Vorbeugend hilft gute Rindenpflege, nach
Möglichkeit und bei noch geringem Befall
sollte man die mit Gespinsten bedeckten
Äste ausschneiden und vernichten. Bei
starkem Befall helfen nützlingsschonende Bacillus-Thuringiensis-Präparate.
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Weshalb kräuseln sich die
Pfirsichblätter?
Die Obstbäume sind von der
Kräuselkrankheit befallen, die durch einen
Pilz verursacht wird. Zunächst erkranken
die Blätter, später dann aber auch die
Früchte. Vorbeugend: Erkrankte Blätter und
Fruchtmumien sorgfältig entfernen und
vernichten. Baumscheiben ordentlich mulchen
und sachgerecht düngen. Auch Spritzungen
mit Schachtelhalm-Brühe helfen. Ansonsten:
Beim Aufbrechen der Knospen mit Euparen
(nach Vorschrift) spritzen.
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Warum werden die Zwetschgen so flach?
Ein Pilz verursacht die sogenannte
Narren- oder Taschenkrankheit. Vornehmlich
werden Hauszwetschen, aber auch Pflaumen
davon befallen. Bei Ausbruch der Krankheit
sofort alle befallenen Früchte absammeln
und vernichten. Erkrankte Zweige ebenfalls
entfernen und vernichten. Im Herbst keine
Fruchtmumien auf dem Boden liegenlassen!
Ansonsten: Kurz vor Beginn der Blüte, aber
auch am Anfang und am Ende der Blüte
gründlich und nach Vorschrift spritzen.
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Wie werden Obstbäume geschnitten?
Es gilt die grundsätzliche Regel, daß
alle nach innen wachsenden ebenso wie die
sich kreuzenden Zweige fortgeschnitten
werden sollten. Jeweils über einem nach
außen zeigenden "Auge" schneiden.
Schnitte müssen sauber, das heißt glatt
durchgeführt werden, sonst kann es zu
Wundinfektionen kommen. Größere Schnitte
mit Wundbalsam bestreichen. Außerdem werden
alle sichtbar kranken, dürre oder zu dünne
Zweige entfernt. Solche Schnittmaßnahmen
können bereits im Februar durchgeführt
werden.
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Weshalb sind manche Obstbäume weiß
gestrichen?
Der Anstrich der Obstbäume mit einer
Kalkbrühe (Kalkmilch) im November soll vor
allen Dingen Sonneneinstrahlung von der
Rinde während des Winters fernhalten. Der
Schutzanstrich soll dafür sorgen, daß sich
die Rinde nicht am Tag stark erwärmt und in
der Nacht dem Frost ausgesetzt ist. Bevor
man die Kalkbrühe spritzt oder streicht,
sollte man aber die Obstbaumrinde
sorgfältig von rissig gewordenen Stellen
befreien. Dabei werden gleichzeitig auch in
der Rinde verborgene Schädlinge entfernt.
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Wann werden Obstgehölze gepflanzt?
Für die meisten Obstgehölze ist der
Oktober der geeignete Pflanzmonat. Ist der
Boden jedoch zu diesem Zeitpunkt sehr naß,
sollte man besser bis zum Frühjahr warten.
Für empfindlichere Bäume wie Aprikosen,
Pfirsiche und Quitten gilt das ohnehin. Beim
Pflanzen darauf achten, daß die Wurzeln gut
mit Erde bedeckt sind. Nach dem Pflanzen
sollte tüchtig eingeschlämmt werden. Eine
Baumscheibe um das neugepflanzte Gehölz
kann man mit Kompost, verrottetem Stalldung
oder mit Rindenmulch bedecken.
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