Gemüse

Sie fragen:

Was ist das für ein Belag auf den Gurkenblättern?
Was macht die Kohlwurzeln so dick?
Woran liegt es, dass die Kartoffelpflanzen welken?
Was versteht man unter Fruchtwechsel?
Wie lässt sich frischer Kopfsalat verfrühen?
Wie schützt man Kartoffeln vor Nachtfrösten?
Wie bewahre ich Saatgut sachgemäß auf?
Welches Gemüse kann ich früh säen?
Weshalb verfärben sich die Kohlblätter?
Was versteht man unter Mischkultur?
Weshalb platzen die Möhren?
Was macht das Zwiebellaub gelb-braun?
Wie schütze ich Karotten gegen Engerlinge?
Was ist das für ein Gespinst an den Bohnen?
Weshalb sind die Erbsenschoten verkrüppelt?
Weshalb bekommen Kartoffelblätter Flecken?


Das Gartenforum antwortet:

Was ist das für ein Belag auf den Gurkenblättern?

Die Gurken sind von der Pilzkrankheit Grauschimmel, auch Botrytis genannt, befallen. Besonders bei feuchtem Wetter breitet sich der Pilz rasch aus. Begünstigt wird er aber auch durch starke Stickstoffdüngung. Deshalb Überdüngung vermeiden. Kranke Pflanzenteile entfernen und vernichten. Für lockeren Boden und für lichten Stand sorgen. Bei guter Witterung sollte man die Gurken strikt nach Vorschrift des Herstellers mit Euparen WG spritzen.

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Was macht die Kohlwurzeln so dick?

Der Kohl leidet an der Pilzkrankheit Kohlhernie, die leider nicht zu bekämpfen ist. Schlimmer noch, der verursachende Pilz überlebt lange im Boden. Deshalb darf man unter keinen Umständen im Folgejahr an derselben Stelle wieder Kohl pflanzen! Mindestens fünf Jahre Wartezeit einhalten! Vorbeugend hilft Kalken (auch mit Algenkalk), bis der Boden den pH-Wert 7 erreicht hat. Boden immer locker halten. Als Vorkultur empfiehlt sich Lauch- oder Zwiebelanbau.

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Woran liegt es, dass die Kartoffelpflanzen welken?

Wahrscheinlich sind die Kartoffeln von den Larven der Drahtwürmer befallen. Die gefräßigen Schädlinge gehen aber z.B. auch an Sellerie, Karotten oder Zwiebeln. Vorbeugend hilft eine gute, tiefgründige Bodenbearbeitung. Als Bekämpfung gegen die Larven hat sich das Eingraben von halbierten Kartoffeln bewährt. Die Drahtwürmer fressen sich dann hinein und können leicht abgesammelt werden. Der erwachsene Käfer ist übrigens kaum gefährlich, da er sich praktisch nur von abgestorbenen Pflanzenteilen ernährt.

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Was versteht man unter Fruchtwechsel?

Unter dem Begriff Fruchtwechsel versteht der Hobbygärtner in der Praxis, dass nur jedes dritte bis sechste Jahr Mitglieder der gleichen Pflanzenfamilie auf die gleiche Anbaufläche gesetzt werden. Durch diesen Wechsel vermeidet man, dass durch Bodenauslaugung die Ernteerträge im Lauf der Zeit sinken und dass sich auf bestimmte Pflanzenarten spezialisierte Schädlinge und Krankheiten ausbreiten können.

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Wie lässt sich frischer Kopfsalat verfrühen?

Wenn man die Beete von im März ins Freiland gesätem Kopfsalat mit perforierter Abdeckfolie (Fachhandel) bedeckt, kann man den Salat etwa vierzehn Tage früher als sonst ernten. Die Ränder der Folie beschwert man am besten mit Steinen oder mit Erde. Normalerweise lässt man die Folie etwa drei Wochen auf dem Beet. Fortgenommen wird sie, wenn die Witterung freundlicher wird. Aber Vorsicht! Zu starke Sonneneinstrahlung kann rasch zu Verbrennungen der jungen Salatblätter führen!

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Wie schützt man Kartoffeln vor Nachtfrösten?

Wenn die bereits im April ausgelegten Frühkartoffeln mit ihren ersten Trieben durch die Erde stoßen, muß man sie vor den manchmal noch sehr empfindlichen Frösten im Mai schützen, sonst erfrieren sie. Selbst weniger starker Frost lässt die Triebe bereits erfrieren. Am besten schützt man die Pflänzchen durch das durch Anhäufeln von Erde. Und zwar so, dass von den zarten Triebspitzen nichts mehr zu sehen ist.

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Wie bewahre ich Saatgut sachgemäß auf?

Die Samen mancher Gemüsearten bleiben mehrere Jahre voll keimfähig, falls man sie richtig aufbewahrt. Samen dürfen nicht zu warm und vor allen Dingen nicht feucht aufbewahrt werden! Bewährt hat sich die Aufbewahrung von angebrochenen Samentütchen in luftdicht verschließbaren Einmachgläsern. Am besten stellt man die Behälter bei einer Raumtemperatur von etwa 12 Grad C auf.

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Welches Gemüse kann ich früh säen?

Es gibt eine ganze Reihe von Gemüsearten, die man sehr früh im Jahr - bereits im April - aussäen kann. Dazu gehören z.B. Möhren, Spinat, Schwarzwurzeln, Zwiebeln, Dicke Bohnen, Erbsen, Rettich und Radies. Am besten sät man diese Gemüsearten auf gut vorbereiteten Boden unter Folien oder Vlies aus. Das manchmal etwas mühselige Säen lässt sich vereinfachen, indem man sogenannte Samenbänder (Fachhandel) verwendet. Sie kommen in eine kleine Rille im Boden und werden etwa einen Zentimeter hoch mit Erde bedeckt. Fertig! Sind aber sehr teuer.

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Weshalb verfärben sich die Kohlblätter?

Leider werden die Setzlinge verschiedener Kohlarten, ganz besonders aber die von Blumenkohl, häufig von den Maden der Kohlfliege befallen. Die Kohlfliege, die ähnlich aussieht wie eine normale Stubenfliege, legt ihre Eier an den Wurzelhals der Pflanzen. Dort entwickeln sich dann die Maden, die die Wurzeln abfressen. Vorbeugend hilft relativ tiefes Pflanzen (mit Ausnahme von Kohlrabi) und Überspannen der Beete mit speziellen Netzen (Fachhandel). Ansonsten hilft Gießen mit einem speziellen Präparat gegen Kohlfliegen.

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Was versteht man unter Mischkultur?

Unter dem Begriff Mischkultur versteht man den Anbau verschiedener Pflanzen nebeneinander. Diese ausgewählten Pflanzen ergänzen einander bzw. sie beschützen sich gegenseitig vor Krankheiten und Schädlingen. Bekanntestes Beispiel ist der gemeinsame Anbau von Zwiebeln und Möhren. Andere Beispiele: Kopfsalat und Kohlrabi, Sellerie und Gurken, Radies und Möhren. Entsprechende Tabellen gibt es im Fachhandel. Bei Mischkulturen ist jedoch darauf zu achten, dass durch ihre Wuchseigenschaften die eine Pflanze die andere unterdrückt.

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Weshalb platzen die Möhren?

Die Möhren platzen häufig dann, wenn nach einer anhaltenden Trockenperiode plötzlich sehr viel Regen fällt. Aber auch nach der Verabreichung stark stickstoffhaltiger Düngergaben kann es zum Platzen der Möhren kommen. Vorbeugend hilft die Verabreichung von gutem Kompost und das Einschränken von Düngergaben. Auf keinen Fall sollte der Hobbygärtner mit frischem Stalldung düngen!

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Was macht das Zwiebellaub gelb-braun?

Die gelben, später braunen Flecken auf der Lauboberseite sind Anzeichen für den Befall mit Falschem Mehltau. Auf der Unterseite wird man stets auch einen weißlichen Belag entdecken können. Diese Pilzkrankheit befällt übrigens auch gerne Kohl, Salat und verschiedene Blumen. Erkrankte Pflanzenteile entfernen und vernichten. Große Pflanzabstände einhalten. Für gute Bodenlockerung sorgen. Nur sehr vorsichtig gießen, am besten am Morgen, damit das Laub wieder abtrocknen kann. Für Fruchtwechsel sorgen!

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Wie schütze ich Karotten gegen Engerlinge?

Die Larven des in verschiedenen Zeitabständen unterschiedlich stark auftretenden Maikäfers sind die Engerlinge, die sich leider gerne an Knollen und Wurzeln allerlei Pflanzen gütlich tun. Gegen die Engerlingsplage hilft nur eine gute mechanische Bodenbearbeitung durch häufiges Hacken. Beim Umgraben im Herbst bereits auf Engerlinge achten. Igel und Spitzmäuse sind die natürlichen Feinde der Larven. Die Maikäfer, die ihrerseits das Laub verschiedener Bäume fressen, werden gerne von Krähen und anderen Vögeln vertilgt.

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Was ist das für ein Gespinst an den Bohnen?

Besonders Bohnen sind im Gemüsegarten häufig von Spinnmilben befallen. Die Bohnenblätter sind zunächst gesprenkelt, später vergilben sie und werden von Gespinsten umhüllt. Vor allem bei schönem, warmen Wetter vermehren sich die Schädlinge besonders rasch. Vorbeugend hilft das Absprühen der Pflanzen mit Wasser an warmen Tagen. Bei starkem Befall Spritzungen mit Präparaten auf der Basis von Rapsöl oder Fettsäuren. Spritzungen mehrfach wiederholen. Vor allen Dingen auch die Blattunterseiten benetzen!

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Weshalb sind die Erbsenschoten verkrüppelt?

Die Pflanzen sind von Thripsen, auch Blasenfüße genannt, befallen. Auf den Blättern der Erbsen entdeckt man zunächst weißliche Punkte, später werden die Blattunterseiten silbrig. Bei trockener und warmer Luft vermehren sich die Schädlinge sehr rasch. Deshalb sollte man die Pflanzen vorbeugend möglichst frühzeitig aussäen, sie feucht halten und öfter tagsüber von oben beregnen. Bei starkem Befall mit nützlingsschonenden Präparaten spritzen.

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Weshalb bekommen Kartoffelblätter Flecken?

Wenn die Kartoffelblätter sich verfärben und später welken, ist die Pflanze von der sogenannten Kartoffel-, Braun- oder Krautfäule befallen. Der Schadpilz breitet sich vor allem bei feuchtem Klima rasch aus. Vorbeugend hilft Entfernen der bodennahen Blätter. Etwa ab Mitte Juni - und vor allem bei feuchtwarmer Witterung - Spritzen mit Kupferpräparaten. Behandlung alle zwei Wochen wiederholen. Vor der Ernte der Kartoffeln die oberirdischen Pflanzenteile entfernen und verbrennen, damit die Knollen nicht befallen werden.

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