Gewächshaus

Sie fragen:

Wie erkenne ich ein gutes Gewächshaus?
Wann muss man Tomaten zur frühen Ernte aussäen?
Lohnt sich der Anbau von exotischen Früchten?
Gibt es Faustregeln fürs Gießen?
Welchen Ansprüche muss das Grundbeet genügen?
Geht Gemüseanbau im Foliensack?
Hat Folie Vorteile gegenüber Vlies?
Wann soll ich den Folientunnel aufstellen?
Welche Vorteile bietet die Flachabdeckung?
Was ist "wachsende Folie"?


Das Gartenforum antwortet:

Wie erkenne ich ein gutes Gewächshaus?

Ein ordentliches Gewächshaus sollte aus stabilen Alu-Rahmen konstruiert sein. Die Verglasung wählt man je nach gewünschtem Verwendungszweck. Lüftungsklappen gehören zur Serienausstattung. Lüftungsautomatik zählt zum (äußerst nützlichen) Luxus. Natürlich muss eine Schattierung möglich sein. Wichtig ist auch die Möglichkeit der Luftbefeuchtung. Ob man sofort eine Heizung braucht, bleibt dahingestellt. Doch sollte der spätere Einbau möglich sein. Das sollte als Grundausstattung ausreichen. Natürlich gibt es im Fachhandel eine Vielzahl zusätzlicher Vorrichtungen und Geräte, die das Gärtnern enorm erleichtern können. In jedem Fall sollte man sich vor Anschaffung eines Gewächshauses gründlich vom Fachmann beraten lassen.

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Wann muß man Tomaten zur frühen Ernte aussäen?

Wenn unter Glas, also im Gewächshaus, Temperaturen von mindestens 20 Grad C herrschen, kann man Tomaten, aber auch Gurken, Paprika oder Auberginen, bereits im April aussäen. Samen für frühreifende Tomaten gibt es im Fachhandel. Wenn die Pflanzen richtig gewässert und gedüngt und sachgerecht gestützt werden, kann der Hobbygärtner bereits ab Ende Mai die ersten reifen Früchte ernten.

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Lohnt sich der Anbau von exotischen Früchten?

Wer sich den Spaß etwas kosten lassen will, der könnte z.B. sogar Bananen im Gewächshaus reifen lassen. Aber das wäre natürlich echte Energieverschwendung. Doch andere Exoten - so zum Beispiel Kiwis, Zitronen oder Orangen, die Früchte der Passionsblumen oder Melonen - kommen unter Glas ganz ohne oder mit sehr wenig Heizung, sprich Stromkosten, aus. In diesen Fällen lohnt sich der Anbau im Gewächshaus durchaus.

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Gibt es Faustregeln fürs Gießen?

Gießen ist im Gewächshaus eine Sache mit viel Fingerspitzengefühl - es sei denn, man verfügt über eine automatische Bewässerungsanlage. Faustregel l: Unter Glas brauchen die Pflanzen die doppelte Menge Wasser! Faustregel 2: Möglichst abgestandenes und leicht angewärmtes Wasser verwenden. Deshalb sollte man beim Gießen "von Hand" jeweils nach Ende der Arbeit die Gießkannen gleich wieder nachfüllen. Faustregel 3: Pflanzen mit großen Blättern brauchen bei warmen Temperaturen im Frühjahr hohe Wassergaben, während bei kühlem Wetter oder gar im Winter eher sparsam gegossen werden sollte. Faustregel 4: Lieber nur einmal wöchentlich ausgiebig gießen, als täglich nur eine Mini-Menge Wasser!

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Welchen Ansprüche muß das Grundbeet genügen?

Das Substrat im Grundbeet des Gewächshauses kann man sich am besten und preiswertesten selbst herstellen. Und zwar aus einer Mischung Gartenerde, feinem Kompost und Sand im Verhältnis 4:4:1. Alles wird gut durchgemischt. Dann kommt noch pro Schubkarren Erde etwa ein Kilo Mischdünger hinzu. Durch Fruchtwechsel und gezielte Mischkultur sowie durch regelmäßige Zugabe vom Komposterde lässt sich das Substrat im Grundbeet längere Zeit gesund erhalten. Wird jedoch ein Erdaustausch erforderlich, so muss bis auf eine Tiefe von etwa 50 cm ausgetauscht und durch frisches Substrat erneuert werden.

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Geht Gemüseanbau im Foliensack?

Der Anbau von Gemüse im Foliensack hat Vor- und Nachteile. Hauptsächlicher Nachteil: Die im Handel erhältlichen Säcke mit fertig gemischter Erde - es gibt sie mit 50 und 80 Litern Inhalt - sind recht teuer. Andererseits haben sie aber den Vorteil, dass man durch sie jeden Bodenaustausch vermeiden kann. Obendrein lässt sich die Erde aus den Foliensäcken später weiter verwerten. Man bringt sie entweder auf den Komposthaufen oder verteilt sie im Garten auf den Beeten.

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Hat Folie Vorteile gegenüber Vlies?

Folie oder Vlies, das ist die Frage. Beide Arten dienen der Ernteverfrühung und dem Schutz vor Frost und Schädlingen. Folien - gelocht oder geschlitzt - sind etwas lichtdurchlässiger als Vliese. Doch dafür sind diese wesentlich luftdurchlässiger. Gelochte Folien muss man vor dem Gießen an einer Seite anheben und anschließend wieder zurückschlagen und sie erneut befestigen. Schlitzfolien und auch Vliese brauchen zum Bewässern der Pflanzen nicht fortgenommen zu werden, da sie die Feuchtigkeit gleichmäßig gut durchsickern lassen.

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Wann soll ich den Folientunnel aufstellen?

Folientunnel, deren Kunststoffbahnen über in den Boden gesteckte Plastikringe gespannt werden, können etwa ab Mitte März aufgestellt und dann auch gleich bepflanzt werden. Am günstigsten stellt man die Tunnel in Ost-Westrichtung, damit sie möglichen Frühjahrsstürmen möglichst geringe Angriffsflächen bieten. Auf der Südseite belüftet man bei Bedarf. Die vielfältigsten Gemüsearten, so z.B. Möhren, Rettiche und Radies, lassen sich unter Folientunnel anbauen und damit auch verfrühen.

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Welche Vorteile bietet die Flachabdeckung?

Die Flachabdeckung durch Folien oder Vliese dient gleichermaßen der verfrühten Ernte. Frühgemüse wird gleich nach der Aussaat beziehungsweise nach dem Auspflanzen (im März) und dem Angießen mit dem Material abgedeckt. Das heißt, Folie oder Vliese kommen direkt, also flach und locker, auf das Beet. An den Seiten beschwert man sie mit Steine, Erde oder Brettern. Unter dieser Flachabdeckung erwärmt sich die Erde rascher, sie schützt vor Frösten, außerdem herrscht darunter erhöhte Luftfeuchtigkeit. Zudem bieten Flachabdeckungen auch etwas Schutz vor Schadinsekten.

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Was ist "wachsende Folie"?

Die "wachsende Folie" ist eine Schlitzfolie, die man z.B. beim Gießen nicht abzunehmen braucht. Man bedeckt im zeitigen Frühjahr die Saat oder die Jungpflanzen mit dieser Folie, um möglichst rasch darunter ein Treibhausklima zu erzeugen. Zunächst bleiben die vielen Schlitze in der Folie bei kühlerem Wetter noch geschlossen. Sobald es jedoch etwas wärmer wird und die Pflanzen zu wachsen beginnen, dehnen sich die Schlitze, passen sich also genau der Entwicklung an. Mit Hilfe der Flachabdeckung lässt sich die Ernte gut um etwa vierzehn Tage verfrühen.

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